Stadtgeschichte erlebt mit der AWO

Maria Winkel (6. von links) begrüßte die Besuchergruppe der AWO.

„Dieser Raum lässt die Vergangenheit lebendig werden!“ Bürgermeisterin Maria Winkel begrüßte eine Besuchergruppe der münsterschen Arbeiterwohlfahrt  im Friedenssaal und ließ in ihren Ausführungen zur Bedeutung dieses historischen Ortes anklingen, unter welchen schwierigen diplomatischen Bedingungen der Westfälische Friede den dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) verhandelt und schließlich unterzeichnet wurde. Unter den „jahrzehntelangen verheerenden Kriegshandlungen“ hätten nicht nur die kämpfenden Truppen gelitten, sondern Brandschatzung, Hungerzeiten und sich ungebremst ausbreitende Krankheiten auch die Bevölkerung auf dem Land und in den Städten massiv geschädigt.

„Aktuelle Bilder, die wir gerade auch heute in den Medien mit Erschrecken sehen“, so AWO-Kreisvorsitzender Helmut Hamsen, „machen deutlich, wie wichtig friedlicher Ausgleich, kluge Diplomatie und die verlässliche Einhaltung des Völkerrechts sind."

Beim anschließenden Rundgang durch das Krameramtshaus am Alten Steinweg griff Markus Wilp, Geschäftsführer des Zentrums für Niederlande-Studien, diesen Gedanken wieder auf. Zu den umfangreichen Verhandlungen für den Westfälischen Frieden gehörte nämlich auch der Spanisch-Niederländische Separatfrieden, der den sogenannten 80-jährigen Krieg beendete und ein Meilenstein für die Gründung der Niederlande wurde. Das Krameramtshaus als historischer Ort und seine heutige Nutzung als ‚Haus der Niederlande‘ seien eine „gelungene Kombination von Geschichte und lebendiger Gegenwart“.